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"ROSENKRANZMONAT: VIEL GÄB´S DAZU ZU ERZÄHLEN"

Solch meditatives sostenuto war früh vielen Religionen eigen und Kirche hat von Anbeginn (Apg 1,14) nie aufgehört, eine im Geist des Gebets versammelte Kirche zu sein. Die heutige Rosenkranzform entstand 1409 als der Trierer Kartäuser Dominikus Leben-Jesu-Andachten in 50 Gebetssätze brachte. Dass aber gerade der Okt. als Rosenkranzmonat gilt, geht auf Pius V. und die Schlacht bei Lepanto (1571) zurück.
Für mich viel wichtiger jedoch: der Mensch braucht zu innerer Stabilität feste äußere Struktur. Schon bei Wüstenmönchen war’s Brauch, um eine festgelegte Anzahl von Gebeten zu erreichen, ein Säckchen abgezählter Kiesel zu füllen und nach jedem Amen einen Stein herauszunehmen, bis das Säckchen leer war.

H. Zander erzählt dazu eine mittelalterliche Geschichte:
Vielleicht war’s im Libanon oder den Bergen Armeniens, jedenfalls an einer jener Straßen, wo die alte Religion das Christentum und die neue Religion Islam einander begegnen. Da sitzt um 1000 ein alter christlicher Pilger, wirft nach bewährter Methode einen Kiesel in die Wüste. Kommt des Wegs ein junger Pilger, Mohamedaner. Bleibt vor dem Alten stehen und fragt kopfschüttelnd: Was machst Du da, Bruder im Herrn?
Das siehst Du doch, antwortet mürrisch der Alte und wirft einen Kiesel: Ich bete. Abermals schüttelt der andere den Kopf: Aber, Bruder im Herrn, so betet man doch heut nicht mehr. - Wie betet man denn heutzutage? fragt misstrauisch der Alte. Man nimmt dies... - Der junge Mann greift in seine Tasche...“

So sieht in Händen eines Mohamedaners um 1000 erstmals ein Christ den Rosenkranz. Noch gibt’s den Ausdruck nicht. Viel bezeichnender das 1. Wort, das Christen für die neue Schnur zum Zählen der Gebete in den Sinn kommt: computum (lat. berechnen) Rosenkranz = Computer des Mittelalters?! und der Name?!
Dazu muss man wissen, dass wenn im Mittelalter ein junger Mann der Angebeteten seine Liebe gestand, er ihr einen Kranz aus Rosen gab. So wird klar: Religion/Gebet heißen im Innersten nichts anderes als: Sprache der Liebe! Und wie das Meer die Wellen zur Ruhe bringt, so ist das sostenuto des Rosenkranz’ eine Vorahnung: wie die Welle ins Meer, geht einst die Seele in Gottes bergende Liebe ein und der Gebetsstrom (Apg 1) versiegt nicht -Gott sei Dank!

Dank allen, die sich treu zum Rosenkranz versammeln!

Bernd Schütz, Kaplan

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